Blauer Stern auf weißem Grund - Die Wahrheit über Israel

"Allah im Himmel und Hitler auf Erden"



Ein Buch von Roland M. Horn


Cover: Blauer Stern auf weißem Grund - Die Wahrheit über Israel

Beschreibung:

Israel: Das ist eine Herzensangelegenheit – und sie polarisiert. Kaum jemand kann ohne Emotionen an dieses Thema herangehen. Entweder man ist Israel-Gegner oder Befürworter. Israel-Gegner treten oft scheinheilig auf. Sie akzeptieren großzügigerweise das „Existenzrecht“ des Staates Israel. Aber muss das Recht eines Staates auf seine Existenz denn erst bewiesen werden? Während eingefleischte Israel-Hasser und ganze Staatsregierungen wie die des Iran, ganz offen die Auflösung des Staates Israel fordern, gestehen andere dem jüdischen Staat nur eine Art „Minimal-Existenzberechtigung“ mit starken Einschränkungen zu. Schließlich sei ja der Staat Israel ein künstliches Gebilde, das von den bösen Zionisten, die ja bekanntlicherweise die ganze Welt beherrschen, in einem arabischen Land namens Palästina gegründet worden, dessen „ursprüngliche Bevölkerung“ bestialisch vertrieben worden sei und die seither auf den Tag der Rückkehr in „ihr“ Land warte, das ihnen weggenommen worden sei. Viele versuchen ihre Meinung derart zu kaschieren, dass beide „Völker“ gleichberechtigt seien und sich einigen müssten, wie das Staatsgebiet Israels zwischen diesen beiden Völkern aufzuteilen ist. Zu dieser Frage äußern sich alle Staaten und Institution der Welt. Das Schicksal des „palästinensischen Volkes“ scheint allen am Herzen zu liegen. Und wenn Israel von sogenannten Palästinensern angegriffen wird und es wagt, sein Gebiet zu verteidigen, wird Zeter und Mordio geschrien.


Inhaltsverzeichnis


Einleitung        13
1. Die Entstehung des Volkes und Landes Israel nach der Bibel        17
2. Die Entstehung der jüdischen Religion und der Einzug in Eretz Israel nach der Bibel        47
3. Die Landnahme, die Blütezeit des Großreichs Israels, die Reichsteilung und der Untergang Israels nach der Bibel        67
4. Die Entstehung Israels nach der Archäologie        77
5. Das Land Israel in der Diaspora der Juden und seine Besatzer        105
6. Das Volk Israel während der Diaspora        109
7. Johann Wolfgang von Goethe und die Juden        129
8. Martin Luther und die Juden        157
9. Adolf Hitler und die Juden        181
10. „Vergesst A…“ – denkt an Israel        217
11. Die Stunde der Wiedervereinigung von Volk und Land Israel        227
12. Israel und die Notwendigkeit der Verteidigung seines Landes        251
13. Die Wahrheit über „Palästina“ und die „Palästinenser“ oder: Wie die Palästinenser erfunden wurden        275
14. Antisemitismus und Antizionismus        301
15. Der Jude unter den Völkern        329
16. Die islamischen Flüchtlinge in Deutschland und die Juden        351
17. Der Islam und die Juden        371
18. „Allah im Himmel und Hitler auf Erden“        389
19. Jerusalem        415
Literaturverzeichnis        435


Einleitung

 

Israel: Das ist eine Herzensangelegenheit – und sie polarisiert. Kaum jemand kann ohne Emotionen an dieses Thema herangehen. Entweder man ist Israel-Gegner oder Befürworter. Israel-Gegner treten oft scheinheilig auf. Sie akzeptieren großzügigerweise das „Existenzrecht“ des Staates Israel. Aber muss das Recht eines Staates auf seine Existenz denn erst bewiesen werden? Wer hat sich jemals gefragt, ob die Schweiz ein Existenzrecht hat? Gut, der ehemalige libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi wollte 2008 die Schweiz auflösen und ihr Staatsgebiet auf die umliegenden Staaten verteilen. Doch diesen Antrag, den Gaddafi damals allen Ernstes bei der UNO einreichte, wurde erwartungsgemäß von niemandem ernstgenommen. Israel hat es da schon schwerer. Während eingefleischte Israel-Hasser und ganze Staatsregierungen wie die des Iran, ganz offen die Auflösung des Staates Israel fordern, gestehen andere dem jüdischen Staat nur eine Art „Minimal-Existenzberechtigung“ mit starken Einschränkungen zu. Schließlich sei ja der Staat Israel ein künstliches Gebilde, das von den bösen Zionisten, die ja bekanntlicherweise die ganze Welt beherrschen, in einem arabischen Land namens Palästina gegründet worden, dessen „ursprüngliche Bevölkerung“ bestialisch vertrieben worden sei und die seither auf den Tag der Rückkehr in „ihr“ Land warte, das ihnen weggenommen worden sei. Viele versuchen ihre Meinung derart zu kaschieren, dass beide „Völker“ gleichberechtigt seien und sich einigen müssten, wie das Staatsgebiet Israels zwischen diesen beiden Völkern aufzuteilen ist. Zu dieser Frage äußern sich alle Staaten und Institution der Welt. Das Schicksal des „palästinensischen Volkes“ scheint allen am Herzen zu liegen. Und wenn Israel von sogenannten Palästinensern angegriffen wird und es wagt, sein Gebiet zu verteidigen, wird Zeter und Mordio geschrien. Aber an Holocaust-Gedenkstätten wird Mitleid geheuchelt, bis der Arzt kommt.

Dabei gibt es gar kein palästinensisches Volk, und es hat auch nie eines gegeben. Das Land Israel, das die Israelis mit Recht „Eretz Israel“, was eben „Land Israel“ bedeutet, nennen, ist das einzige Volk von allen, die jemals Eretz Israel bevölkert haben, das heute noch existiert. Nachdem die Juden im Jahr 74 nach Christus von den Römern, die damals auch Eretz Israel in den Klauen ihres Reiches hielten, vertrieben wurden, stand das Land quasi leer. Es gab immer noch eine gewisse Anzahl von Juden im Land und ebenso lebten Araber, Angehörige des Arabischen Volkes, dort. Durch die Jahrhunderte hinweg wurde Eretz Israel von den verschiedensten Großmächten okkupiert, doch keine hatte die Absicht, auf diesem Gebiet einen eigenen Staat zu gründen – selbst das arabische Großreich nicht, als es über diesen Landstreifen herrschte. Dieses sah ihn lediglich als eine unbedeutende Provinz seines Großreichs an.

Der Begriff „Palästina“ als Name für diesen Landstrich war bereits während der Römerzeit eingeführt worden. Nach einem letzten Aufstand der Juden konnten die Römer den Namen „Israel“ nicht mehr hören und benannten das unter ihrer Herrschaft stehendende Land kurzerhand in „Palästina um, was nichts anderes als „Syrien der Philister“ bedeutet, einem Volk, das es in dieser Zeit schon lange nicht mehr gab. Die Römer gingen noch weiter und benannten die Hauptstadt Israels – Jerusalem – in „Aelia Capitolina“ um, doch dieser Name konnte sich nicht lange halten. Auf Arabisch wird das Land „Falasṭīn“ genannt – Den Begriff „Palästina“ können die Araber noch nicht einmal aussprechen! Dieser Begriff wurde bis in die 1960 Jahre hinein immer mit den Juden in Verbindung gebracht. Sicher, es lebten auch Araber in Eretz Israel, doch ein arabisches palästinensisches Volk gab es nie. Erst nach dem Aufkommen des offiziellen Zionismus wanderten zusätzlich auch immer mehr Araber nach Eretz Israel ein, um klarzumachen, dass Eretz Israel arabisches Land ist. Von einem eigenständigem Staat war aber auch hier nicht die Rede. Die Araber waren ein Volk, aber ein Volk, das Eretz Israel in Besitz nehmen wollte! So ist es auch kein Wunder, dass das Ziel des ersten Angriffskriegs mehrerer arabischer Staaten gleich nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 die Aufteilung von Eretz Israel unter ihnen war, nicht aber die Errichtung eines eigenen Staates durch die (vergleichsweise wenigen) Palästina-Araber. Erst in den 1960er Jahren wurde der Begriff „Palästina“ von arabischen selbst ernannten Vertretern eines nicht existierendem „palästinensischen Volkes“ derart pervertiert, dass „Palästina“ von nun an als eine verlorene Heimat des arabischen „palästinensischen Volkes“ angesehen wurde. Diese Entwicklung war freilich politischer Natur. Mehrere arabische Staaten setzten nach ihrer peinlichen Niederlage im Sechstagekrieg vom Juni 1967 auf die sogenannten Flüchtlinge (und damit waren nicht nur die Flüchtlinge dieses Krieges gemeint, sondern auch die des ersten arabisch/israelischen Krieges im Jahr 1948). Als damals arabische Radiosender Schauermärchen erzählten, was die bösen Zionisten alles mit den in Eretz Israel verbleibenden Arabern anstellen würden und sie zum Verlassen des Gebietes aufforderte, verließen die meisten der in Eretz Israel heimischen Araber fluchtartig das Land. Die Durchsagen israelischer Radiosender, die die Araber baten, im Land zu bleiben, da ihnen dort nichts widerfahren würde, sondern sie im Gegenteil gleichberechtige Bürgern des neuen Staates Israels seien, stießen auf wenig Gehör. Seitdem gibt es das Flüchtlingsproblem, das von den arabischen Staaten schamlos ausgenutzt wurde. Die Flüchtlinge wurden nämlich nirgends aufgenommen, sondern in Flüchtlingslager, die – soweit möglich – an der Grenze zu Israel lagen, gesteckt. In diesen Lagern herrschten schlechte Bedingungen, und außerdem wurde diesen Flüchtlingen ständig der Hass auf Israel eingeimpft.

Nach 1967 wurden sie Glauben gemacht, dass Eretz Israel ihnen gehöre und zustehe und sie ein eigenes Volk seien, nämlich ein eigenständiges arabischstämmiges Volk namens „Palästinenser“. So begann der Mythos von einem palästinensischen Volk, dem „die Zionisten“ das Land gestohlen hätten. Es ist noch gar nicht so lange her, dass diese „Palästinenser“ bzw. deren „Vertreter“ Autonomiegebiete in Eretz Israel zugesprochen bekamen. Die Israelis gaben später sogar freiwillig noch den Gazastreifen an diese ab. Doch die Lage verbesserte sich dadurch nicht. Ganz im Gegenteil: Erstmals ging die Gefahr für die Israelis von einem Teil von Eretz Israel aus, einem Teil, den sie selbst für die selbsternannten Vertreter der „Palästinenser“ geräumt haben, um endlich Frieden zu bekommen.

Aber es sollte so bleiben, wie es immer war: Die Juden wurden verfolgt und gehasst, nur dass sich dies nun auch auf einer nationalen Ebene abspielte. Der Spruch „Israel ist der Jude unter den Völkern“ ist ohne Wenn und Aber wahr.

 

 

1. Die Entstehung des Volkes und Landes Israel nach der Bibel

 

Wenn wir der Bibel glauben, war Abraham der Urvater der Israeliten bzw. Israelis. Er lebte unter dem Namen Abram etwa 2000 Jahre vor Chr. in einer begüterten Stadt namens Ur in Babylon (in der hebräischen Zunz-Übersetzung „Ur-Kasidim“ genannt), die im fruchtbaren babylonischen Tal Chaldäa im heutigen Irak lag.

Abram war der Sohn eines gewissen Haran, der wiederum der Sohn eines Mannes namens Terach war. Dieser Terach war bereits 70 Jahre alt, als er Abram zeugte. Abram hatte zwei Brüder namens Nachor und Haran. Ganz nebenbei wird erwähnt, dass Abram auch Schwestern hatte, doch deren Namen werden nicht genannt. Haran zeugte Lot, der später aus Sodom und Gomorrha flüchten sollte. Sowohl Lot als auch Abram heirateten: Lot eine Frau namens Milka und Abram eine Frau, die Sarai hieß. Doch Sarai hatte ein Handicap, das später noch große Folgen haben sollte: Sie konnte keine Kinder gebären, was zu jener Zeit ein bedeutsames Problem war, war doch das Kinderkriegen, damals noch vor dem Haushalt die Hauptaufgabe der Frau.

Irgendwann zog die ganze Sippe nach einer Stadt namens Charan bzw. Haran (je nach Übersetzung), um dort zu wohnen. Mit seiner ganzen Großfamilie zog Abram dahin, wobei sein Vater sowie Lot und Sarai besondere Erwähnung finden. Zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits auf dem Weg in ein Land namens Kanaan bzw. Kenaan, das als „Gelobtes Land“ bezeichnet wird. Bereits zuhause in Ur hatte Abram den Ruf Gottes gehört, wie auch immer dieser sich mit ihm verständigte. Es klingt so, als habe er direkt mit Abram kommuniziert, als er die bedeutendsamen Worte sprach:

                           

„Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Vater deines Vaters, in das Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen alle, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.“

(1. Mose 12, 1-4 nach Schlachter)

 

Luther bezeichnet in seiner Bibel-Übersetzung die Jahre in Haran als „vergeudete Jahre“. Als Abram mit seiner Familie dort wegzog, war er bereits 75 Jahre alt.

 

Dieser Gott, von dem da die Rede war, war jener, den wir unter dem Namen „Jahwe“ kennen, genauer gesagt JHWH, denn die hebräische Schrift kennt keine Konsonanten. So lautet eine andere Version seines Namens „Jehova“. Doch die Juden vermieden es, den Namen Gottes auszusprechen. Dies taten sie auf Grund des Gebotes, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen, und so nannten sie ihn stattdessen „Adonai“, was so viel wie „Der Herr“ bedeutet. In den meisten Übersetzungen wird auch der Begriff „Der Herr“, wahlweise als „Herr“ oder Herr“ geschrieben, gebraucht. Nur in der von der christlichen Sondergemeinschaft „Zeugen Jehovas“ herausgebrachten „Neue Welt-Übersetzung wird die Namensvariante Jehova ausgeschrieben. Zunz verwendet die Bezeichnung „Der Ewige“.

Es fällt auf, dass Abram und sein Gefolge diesem Gott blindlings folgten, so als sei es eine Selbstverständlichkeit. Das ist wohl das, was heute als „blinder Glaube“ bezeichnet wird.

Abram jedenfalls zog bis zu einem Ort namens Schechem, bzw. Siechem. Dieser lag schon im von Gott versprochenen Land Kanaan. Doch Abram und sein Gefolge mussten feststellen, dass dort bereits ein Volk lebte: Die Kanaaniter bzw. Kenaani. Nun erschien Abram wieder Gott, der zu ihm sagte: „Deinem Samen werde ich geben dieses Land.“ Sofort baute Abraham ihm einen Altar und rief – und das ist interessant  – „den Namen des Ewigen“ an, wie es bei Zunz heißt. Demnach hatte Abram keine Scheu, den Namen Gottes auszusprechen.

Um auf die Erzählung in der Bibel zurückzukommen, ist zu sagen, dass Sarai irgendwann plötzlich Zweifel an Gottes Verheißung bekam, die sie ihrem Mann auch mitteilte. Sie sagte – offensichtlich nach dem lang andauernden Versuch, schwanger werden – zu Abraham: „Du siehst, dass der Herr mir Kindersegen versagt hat. So gehe doch ein zu meiner Leibmagd; vielleicht komme ich durch sie zu Kindern.“ Daraufhin nahm sich Abraham die ägyptische Magd Hagar zur Nebenfrau und schwängerte sie.“

Hier hatte Abraham entgegen seines früher beschriebenen blinden Gehorsams Gott gegenüber also auf seine Frau gehört und nicht auf ihn. Andererseits hatte Gott aber nie ausdrücklich erwähnt, dass das Kind von Sarai sein musste. Aufgrund der nachfolgenden Geschichte ist allerdings anzunehmen, dass Gott tatsächlich Sarai, die ja schließlich mit Abram verheiratet war, zur Stammmutter des Volkes Israel machen wollte.

Die jetzige Situation führte, wie man sich eigentlich schon denken konnte, zu einem Streit zwischen Sarai und Hagar. Es heißt, Hagar schaute ihre Herrin geringschätzig an, und danach schimpfte sie mit Abram und sagte zu ihm: ‚Die Kränkung, die Du mir zugefügt hat, ist deine Schuld!‘, ein Vorgehen, das auch in der heutigen Zeit nicht ganz untypisch ist.

Weiter sagte Sarai: „Ich selbst habe Dir meine Leibmagd in die Arme gegeben: Der Herr sei Richter zwischen ihr und Dir.“ Daraufhin sagte Abram aber: „Deine Leibmagd steht doch unter Deiner Gewalt; verfahre mit ihr, wie es Dich gut dünkt.“ Direkt im Anschluss dann heißt es: „Als nun Sarai sie hart befragte, entfloh sie ihr.“

Doch Gott zeigte sich Hagar gegenüber gnädig, denn ein Engel des Herrn fand sie auf dem Wege nach einer Örtlichkeit namens Sur oder Schur, die möglicherweise mit der antiken Stadt Tyros im Libanon identisch ist, an einer Wasserquelle in der Wüste.

Dieser Engel sprach sie mit Namen und dem Namenszusatz „Magd Sarais“ an und fragte sie, woher sie komme und wohin sie gehe. Hagar antwortete: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Der Engel hatte auch gleich einen Ratschlag parat und sagte: „Kehre zu Deiner Herrin zurück und unterwirf Dich ihrer Gewalt.“ Nach dieser Forderung sprach der Engel:

 

 „Ich will Deine Nachkommenschaft überaus zahlreich werden lassen, so dass man sie vor Menge nicht soll zählen können. Weiter sagte der Engel des Herrn zu ihr: ‚Du bist jetzt guter Hoffnung und wirst Mutter eines Sohnes werden, den Du Ismael (Ismael bedeutet Gott hört) nennen sollst; denn der Herr hat auf den Notschrei gehört. Der wird ein Mensch wie ein Wildesel sein: seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und allen seinen Brüdern wird er trotzig gegenüberstehen.‘ Da nannte sie den Namen des Herrn, der zu ihr geredet hatte: ‚Du bist der Gott des Schauens; denn‘ sagte sie ‚Ich habe wirklich hier den geschaut, der mich geschaut hat.‘ Darum hat man den Brunnen ‚Der Brunnen des Lebendigen, der nach mir schaut‘ genannt; er liegt bekanntlich zwischen Kades und Bered.“

Buch Mose 16, 7-14 nach Menge)

 

Kades bzw. Kadesch liegt im heutigen Syrien und Bered im Libanon.

Die Übersetzung nach Zunz weicht im den letzten Zeilen deutlich von der Menges ab. Hier heißt es ab Vers 12: „Und er wird sein ein Waldesel [sic!] unter Menschen; seine Hand gegen Alle, und die Hand Aller gegen ihn, und vor all seinen Brüdern soll er wohnen. Da nannte sie den Namen des Ewigen, der mit ihr sprach: Du Gott der Erblickung; denn, sprach sie, Hab‘ ich auch nur einen Blick gesehen nach der Erblickung? Daher nannte man den Born: Born Lachai Roi; siehe, er ist zwischen Kadesch und Bered.“

Bald danach brachte sie dann Abrams Sohn Ismael zur Welt, und dieser Ismael ist niemand anders als der Stammvater des arabischen Volkes. Bei der Geburt des Ismael war Abram bereits 86 Jahre alt.

Zu Beginn des nächsten Kapitels, in dem es nicht mehr um Ismael geht, wird auf ein Ereignis verwiesen, das 13 Jahre später geschah. Einmal mehr erschien Gott und sprach zu dem jetzt 99 Jahre alten Abram: „Ich bin Gott, der Allmächtige, wandle vor mir und sei makellos.“ Dieser Gott schloss nun einen Bund mit Abram und versprach ihm, sich „zu mehren über die Maßen“ (Zunz). Gott verhieß ihm, dass er ihn zum Vater „einer Menge von Völkern“ machen werde. Gott verlieh Abram einen neuen Namen, nämlich Abraham. Weiter sicherte er Abraham und den Generationen nach ihm das Land Kanaan als „ewiges Eigentum“ zu, dessen Gott er sein würde. Gott führte die Beschneidung ein und gab auch Sarai einen neuen Namen, nämlich Sarah. Diesmal glaubte Abraham Gott nicht blind, sondern brach in Gelächter aus. Er als beinahe 100-Jähriger sollte Vater werden?  Er konnte das einfach nicht glauben, obwohl er bereits mit 86 Jahren –  in einem hohen Alter – einen Sohn gezeugt hatte, das schien ihn aber nicht weiter zu stören! Noch weniger konnte er daran glauben, dass die bereits 90-jährige und als unfruchtbar geltende Sarah Mutter werden sollte! Er hielt es für einfacher, wenn Ismael der von Gott auserwählte Sohn Abrahams sei. Doch Gott machte ihm unmissverständlich klar, dass ein Sohn Sarahs, den er Isaak nennen sollte, dieser Auserwählte sein würde. Mit ihm wollte Gott einen Bund schließen würde, nicht ohne zu erwähnen, dass er auch für Ismael gesorgt hätte und ihn zu dem Stammvater eines großen Volkes machen würde. Aus dem kommenden Vers geht hervor, dass Ismael – und damit auch Hagar – zu jener Zeit bei ihm lebte.

Sarah wurde nun tatsächlich schwanger und nannte ihren Sohn, wie von Gott befohlen, Isaak. Es dürfte nicht lange danach gewesen sein, dass Sarah auffiel, dass Ismael „Mutwillen trieb“ (Schlachter) bzw. „spottete“ (Zunz). Diesmal weicht Menge von anderen Übersetzungen ab, denn er sagt, dass Sarah sich daran störte, dass Isaak mit Ismael spielte! Doch auch Luther übersetzt dahingehend, dass Ismael ein „Spötter“ war. Am genausten dürfte in diesem Fall die Neue-Welt-Übersetzung sein, denn ihr zufolge „spottlachte“ Ismael „mehrmals der Sara“. (Dies bedeutet wohl so viel, wie dass er sie (mehrmals!) verspottete oder sie gering schätzte.

Auf Betreiben Sarahs verstieß Abraham jedenfalls schweren Herzens Hagar und Ismael. Gott sagte ihm bei dieser schweren Entscheidung ausdrücklich, dass er auf seine Frau hören solle!

Also gab Abraham Hagar Brot und einen Behälter voller Wasser mit und schickte sie mit ihrem Sohn fort. Nachdem Hagar Abraham verlassen hatte, verirrte sie sich in der Wüste Beerschaba bzw. Beerscheba. Damit ist mit einiger Sicherheit das Gebiet der heutigen Großstadt Be’er Scheva gemeint, die in der Mitte der Wüste Negev im Süden Israels liegt. Schließlich kam es, wie es kommen musste: Das Wasser, das Abraham ihr mitgegeben hatte, ging zur Neige! Es wurde dramatisch: Hagar warf ihr Kind unter einen der Bäume und entfernte sich „um einen Bogenschuss“, wie es heißt. Leider konnte ich keine genaue Angabe darüber finden, welche Reichweite ein Schuss mit einem zu jener Zeit üblichen Bogen hatte – aber grob geschätzt dürften es sich schon mindestens an die 100 Meter gewesen sein. Jedenfalls sehr weit weg von ihrem Sohn. Eine Begründung lieferte sie gleich mit: „Ich mag nicht zusehen dem Sterben des Kindes.“ Demnach schien es sehr ernst zu sein. Weit entfernt von ihrem Kind fing sie lauthals an zu weinen. Jetzt „rief ein Engel Gottes der Hagar zu und sprach: Was ist dir, Hagar? Fürchte nichts, denn Gott hat erhört auf die Stimme des Knaben, dort, wo er ist.“ und gebot ihr: „Stehe auf, nimm auf den Knaben und fasse ihn mit deiner Hand, denn zu einem großen Volke will ich ihn machen.“ (Zunz) Diese Verheißung wurde also einmal mehr wiederholt. Im Anschluss heißt es:

 

„Und Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserborn, und ging hin und füllte den Schlauch mit Wasser, und gab ihm zu trinken. Und Gott war mit dem Knaben, dass er aufwuchs; und er wohnte in der Wüste und ward ein Bogenschütze. Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus dem Lande Mizrajim.“

(1.Mose 21, 19-21)

 

Der Ort Paran lag südlich von Be’er Scheva, und Mizrajim bzw. Mizraim ist der hebräische Name Ägyptens.

Das ist das Letzte, was wir in der Bibel über Ismael hören.

Während mehrmals die Verheißung, nach der Ismael der Vater eines großen Volkes werden würde, wiederholt wird, schien die dem entsprechende Verheißung gegenüber Isaak auf der Kippe zu stehen, denn Abraham wurde, offensichtlich von Gott, gesagt:

 

„Nimm Isaak, Deinen Sohn, Deinen einzigen, den Du lieb hast und begib Dich mit ihm in die Landschaft Morjia [in anderen Übersetzungen: Moria; Anm. RMH) und bringe ihn dort als Brandopfer dar auf einem der Berge, die ich Dir angeben habe“.

(1.Mose 21, 2b nach Menge)

 

Quasi auf den letzten Drücker, als Abraham dabei war, seinen Sohn, der eigentlich der Stammvater seines Volkes werden sollte, zu erdolchen, erschien ihm ein Engel, der ihm sagte: „Lege Deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass Du gottesfürchtig bist, da Du mir Deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten hast.“ (1.Mose 21, 12) Danach sah Abraham einen Widder, der sich mit seinen Hörnern im Dickicht verfangen hatte. Abraham holte ihn dort heraus und „brachte ihn statt seines Sohnes ein Brandopfer dar“. Jetzt wurde Abraham gesegnet und die Verheißung für Isaak wiederholt.

An dieser Stelle stoßen wir auf ein Problem: Hier ist zweimal von Abrahams „einzigem“ Sohn, obwohl dieser bereits einen älteren Sohn, nämlich Ismael, hatte. Einmal ist sogar von dem „einzigen Sohn, den Du lieb hast“, die Rede“. Eine Bedeutung, die man hier herauslesen könnte, ist, dass Isaak eben der einzige Sohn war, den er lieb hatte, was bedeuten würde, dass er seinen älteren Sohn, den Ismael nicht lieb gehabt hätte, aber wie wir gesehen haben, trifft das ja nicht zu, genau genommen, war sogar das Gegenteil der Fall!

Interessant ist hierbei auch, was der Koran zu dieser Geschichte sagt, denn es heißt in Sure: 37:101-108:

 

„Mein Herr, gewähre mir einen rechtschaffenden (Sohn). Dann gaben wir ihm frohe Kunde von einem sanftmütigen Sohn. Als er alt genug war, um mit ihm zu arbeiten (oder schnell zu gehen), sprach (Abraham): ‚O mein lieber Sohn, ich habe im Traum gesehen, dass ich dich schlachte. Nun schau, was meinst du dazu?‘ Er antwortete: ‚O mein Vater, tu, wie dir befohlen; du sollst mich, so Allah will, standhaft finden.‘ Als sich beide (Gott) ergeben hatte, und er ihn mit der Stirn gegen den Boden hingelegt hatte, Da riefen Wir zu ihm: ‚Oh Abraham, erfüllt hast Du bereits dein Traumgesicht.‘ Also lohnen Wir denen, die Gutes tun. Das war in der Tat eine schwere Prüfung. Wir lösten ihn aus durch ein großes Opfer.“

 

Obwohl dessen Name an dieser Stelle nicht genannt wird, könnte man meinen, dass Ismael es war, der geopfert werden sollte, und einige Muslime sind tatsächlich auch dieser Meinung. Schließlich bat Abraham Gott um einen Sohn, woraus eigentlich gefolgert werden kann, dass er vorher noch keinen hatte! Außerdem merkt der Übersetzer des Online-Koran auf Ahmadiyya.de (genaue URL s. Literaturverzeichnis) an: „arbeiten = oder schnell zu gehen; Nach diesem Traum würde Ismael nach dem unfruchtbaren Tal von Mekka geschickt.“ Die Übersetzer bzw. Kommentatoren sind also der Meinung, Ismael sei zum Opfer vorgesehen gewesen. In der Anmerkung zum Vers 108 heißt es hier sogar:

 

„Der Heilige Koran korrigiert die Meinung der Juden, die behaupten, Isaak (as) sei das Opfer gewesen. Selbst die Bibel spricht vom Erstgeborenen, und das war offensichtlich Ismael. Das große Opfer ist die Übersiedlung in ein unfruchtbares Tal, was eine größere Prüfung darstellt, als geschlachtet zu werden.“

 

Die Übersetzung sowohl der von mir verwendeten Koran-Ausgabe (im Literaturverzeichnis mit dem Zusatztitel „Vollständige Ausgabe“ versehen) als auch die Online-Übersetzung (die sich nur in den Anmerkungen unterschieden) entstand unter der Leitung von Harat Mirza Tahir Ahmad, Imam und Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, einer islamischen Sondergemeinschaft, von ihrem Standing her vergleichbar mit den „Zeugen Jehovas“ unter den Christen. Interessanterweise wird aber auch in der Übersetzung nach Henning angemerkt, dass es sich bei dem Abraham verhießenen Sohn um Ismael handelt! In der Paret-Übersetzung fehlt diese Anmerkung jedoch. Wenn wir aber weiterlesen, sehen wir, dass dieser Schluss trügt, denn es heißt in den Versen 108-112 der Sure 37:

 

„Und Wir bewahrten seinen Namen unter den künftigen Geschlechtern. Friede sei auf Abraham! Also lohnen wir denen die Gutes tun. Er gehörte zu Unseren gläubigen Dienern.“

 

Doch dann kommt’s: Im Vers 113 heißt es ganz klar:

 

„Und wir gaben ihm die Kunde von Isaak, einem Propheten, der Rechtschaffenden einen.“

 

Aus diesem Vers geht also glasklar hervor, dass es Isaak war, der geopfert werden sollte, es sei denn, man unterstellt, dass erst ab V. 113 die Rede von Israel ist, während zuvor die Rede vom Erstgeborenen Ismael war, und genau das tut der Ahmadiyya, der indirekt die Juden einer Lüge bezichtigt! Dies scheint aber unwahrscheinlich. Eher scheint der Vers aber sogar so zu verstehen sein, dass Isaak der erste „sanftmütige Sohn“ war, während der Ältere, nämlich Ismael, nicht sanftmütig war! Möglicherweise hat Mohammad aber auch einfach nur aus der Bibel abgeschrieben.

Unser Text geht übrigens weiter mit den Worten:

 

„Und wir segneten ihn [Abraham; Anm. RMH] und Isaak. Unter Ihren Nachkommen sind (manche), die Gutes tun, und (andere), die offensichtlich gegen sich selbst freveln.“

(V. 114)

 

Hier sehen wir einmal, dass hier nur von Abraham und Isaak die Rede ist, nicht aber von Ismael, zum zweiten aber sehen wir, dass die Nachkommenschaft Isaaks grob gesagt in „Gute“ und „Böse“ unterteilt werden. Ein Seitenhieb auf die Juden, die ja auch Isaaks Nachkommen sind, bereits im Koran selbst?

Die Frage, warum in der biblischen Version dieser Geschichte Isaak als „einziger Sohn“ Abrahams bezeichnet wird, wird in christlichen Kreisen gern übergangen.

Auf der muslimischen Web-Seite „Meine-Islam-Reform“ stellt Andreas Heise einige Ungenauigkeiten in der biblischen Geschichte um Isaak und Ismael fest und kommt zu dem Schluss:

 

„Alles in allem macht also die Geschichte der Bibel aus islamischer Sicht keinen sehr glaubwürdigen Eindruck.

Man kann also sagen, dass es aus dieser Sicht keinen deutlichen Beleg der Bibel gibt, dass Isaak hätte geopfert werden sollen.“

 

Diese Einschätzung teile ich nicht. Ich bin vielmehr der Meinung, dass die Bibel zwar nicht wörtlich zu nehmen ist, sie aber doch einen wahren Kern hat, der in Bezug auf Israel ziemlich groß ist – auch hinsichtlich des Umstandes, dass tatsächlich Isaak der Sohn war, der geopfert werden sollte.

Aber gibt es nicht doch einen Grund dafür, dass Abraham seinen Sohn Isaak opfern sollte und nicht Ismael? Einen Hinweis auf eine mögliche Erklärung gab mir freundlicherweise meine Testleserin Sylvia Lapp, die mich auf die sog. Preisgabeerzählung und einen möglichen Bezug zwischen ihr und dem Babylonischen Erbrecht aufmerksam machte. Schließlich kam Abraham ja von dort! Sylvia denkt in diesem Zusammenhang an die altbabylonisch/sumerische Mythologie, der zufolge ein Gott namens „Anu“ (unter anderem) zwei Söhne namens „Enlil“ und „Enki“ hatte. Einer Interpretation dieser Mythologie zufolge war der erstgeborene Enki der Sohn einer Nebenfrau, der zweite (Enlil) aber der Sohn von Anus „rechtmäßiger Frau“, der deswegen nachfolgeberechtigt war. Dieser alternative Forscher, Zecharia Sitchin, behauptet auch, dass die offizielle Frau von Anu dessen Halbschwester war. Allerdings konnten weder Sylvia noch ich eine Bestätigung für diese These finden und sind uns darüber einig, dass diese Interpretation keinen Beweiswert hat. Aber: Tatsächlich scheint die Geschwisterehe in  Abrahams Ur-Heimat nicht unbekannt gewesen zu sein, wie wir beispielsweise aus dem Artikel „Das Thronrecht der Hethiter“ von Gerhard Bott (URL, s. Inhaltsverzeichnis) ersehen können. In diesem Artikel ist von sogenannten „legitimen Söhnen“ die Rede, die unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Geburt, höher geachtet wurden als die Söhne von „Nebenfrauen“ des jeweiligen Vaters. Entsprechende Verbindungen finden wir sowohl in der lydischen Dynastie als auch im Altjudentum, und das scheint auch in den sogenannten

Preisgabeerzählungen der Bibel, die in drei Fassungen vorliegt, anzuklingen, jedenfalls gibt Abraham Sarah dort als seine Schwester aus.

 

Nach Schlachter heißt es in einer dieser  Versionen[1]:

 

„Abraham aber zog von dort in den Negev und wohnte zwischen Kadesch und Schur, und er hielt sich als Fremdling in Gerar auf. Und Abraham sagte von seiner Frau Sarah: Sie ist meine Schwester. Da ließ Abimelech, der König von Gerar, Sarah holen.

Aber Gott kam nachts im Traum zu Abimelech und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast; denn sie ist die Ehefrau eines Mannes!

Abimelech aber hatte sich ihr noch nicht genähert, und er sprach: Herr, willst du denn auch ein gerechtes Volk umbringen? 5 Hat er nicht zu mir gesagt: ‚Sie ist meine Schwester?‘ Und auch sie selbst hat gesagt: ‚Er ist mein Bruder!‘ Habe ich doch dies mit aufrichtigem Herzen und unschuldigen Händen getan!

Und Gott sprach zu ihm im Traum: Auch ich weiß, dass du dies mit aufrichtigem Herzen getan hast; darum habe ich dich auch bewahrt, dass du nicht gegen mich sündigst, und darum habe ich es dir nicht gestattet, dass du sie berührst. So gib nun dem Mann seine Frau wieder, denn er ist ein Prophet; und er soll für dich bitten, so wirst du am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du gewiss sterben musst samt allem, was dir gehört! Da stand Abimelech am Morgen früh auf und rief alle seine Knechte zusammen und sagte ihnen dies alles vor ihren Ohren; und die Leute fürchteten sich sehr. Und Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: Warum hast du uns das angetan, und was habe ich an dir gesündigt, dass du eine so große Sünde auf mich und mein Reich bringen wolltest? Du hast nicht mit mir gehandelt, wie man handeln soll! Und Abimelech fragte Abraham: In welcher Absicht hast du dies getan? Da sprach Abraham: Weil ich dachte: Es ist gar keine Gottesfurcht an diesem Ort, darum werden sie mich wegen meiner Frau umbringen! Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist die Tochter meines Vaters, aber nicht die Tochter meiner Mutter, und so ist sie meine Frau geworden. Und es geschah, als mich Gott aus dem Haus meines Vaters führte, da sprach ich zu ihr: Das musst du mir zuliebe tun, dass du überall, wo wir hinkommen, von mir sagst: Er ist mein Bruder! Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mägde und schenkte sie Abraham und gab ihm seine Frau Sarah zurück. Und Abimelech sprach: Siehe, mein Land steht dir offen; wo es dir gefällt, da lass dich nieder! Aber zu Sarah sprach er: Siehe, ich habe deinem Bruder 1 000 Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein für alle, die um dich sind, damit du in jeder Weise gerechtfertigt bist! Abraham aber legte Fürbitte ein bei Gott. Da heilte Gott Abimelech und seine Frau und seine Mägde, dass sie wieder Kinder gebären konnten. Denn der Herr hatte zuvor jeden Mutterleib im Haus Abimelechs fest verschlossen um Sarahs, der Frau Abrahams willen. (1. Mose 20, 1-18 und somit das gesamte Kapitel)

 

Im Vers 12 wird also ausdrücklich gesagt: „Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist die Tochter meines Vaters, aber nicht die Tochter meiner Mutter, und so ist sie meine Frau geworden.“

 

Dazu passt auch der Wikipedia-Eintrag „Geschwisterehe“, wo es unter dem Stichwort „Judentum“ heißt:

 

„Im frühen Judentum unterlag die Beurteilung der Geschwisterehe einem fundamentalen Wandel. Diese Entwicklung spiegelt sich in gegensätzlichen Bewertungen in verschiedenen Büchern des Tanach[2]. Eine ältere Tradition beschreibt billigend die familien- und sippenzentrierten Verhältnisse einer vorstaatlichen Frühzeit, in der manche später verbotenen Verwandtenheiraten nicht beanstandet wurden. So geht aus dem Buch Genesis hervor, dass es eine alte Tradition legitimer Eheschließung von Halbgeschwistern gab, die vom selben Vater stammten. Im 20. Kapitel des Genesisbuchs wird erzählt, dass der Erzvater Abraham seine Frau Sarah als seine Schwester ausgab und später zur Erklärung sagte: „Übrigens ist sie wirklich meine Schwester, eine Tochter meines Vaters, nur nicht eine Tochter meiner Mutter. So konnte sie meine Frau werden“ (Genesis 20,12). Einen Beleg für die frühe Königszeit liefert die Geschichte von der Vergewaltigung der Königstochter Tamar durch ihren Halbbruder Amnon (2 Samuel 13,1–22). Diese Tat erzürnte zwar König David, den Vater der Geschwister, wurde aber von ihm nicht geahndet. Sie konnte also straflos bleiben, weil das Familienoberhaupt es so wollte. Nur weil die Vergewaltigung als solche entehrte, nicht wegen der nahen Verwandtschaft galt Amnons Frevel als schändlich. Vor der Tat versuchte Tamar ihren Halbbruder von seinem Vorhaben abzubringen, indem sie ihm vorschlug, mit dem König zu reden, dann werde dieser sie ihm „nicht verweigern“, also einer Ehe zustimmen. Offenbar war zur Entstehungszeit dieser Erzählung eine Heirat von Halbgeschwistern noch legal, wenn sie verschiedene Mütter hatten.“[3]

 

Im Abschnitt über Lydien[4] heißt es auf der gleichen Seite:

 

„In der lydischen Dynastie der Mermnaden ist die Geschwisterehe im 7. Jahrhundert v. Chr. wiederholt bezeugt: König Sadyattes II. heiratete seine Schwester. Nur der Sohn aus dieser Ehe, Alyattes II., war zur Nachfolge berechtigt, denn die Kinder des Sadyattes von anderen Frauen galten als Bastarde. Alyattes heiratete ebenfalls seine Schwester.“

 

Demzufolge war, wenn die Aussagen, die oben anführten, korrekt sind, – ganz entgegen der Meinung der Muslime – Ismael nichts weiter als ein Bastard. Ich betone jedoch ausdrücklich, dass dies die Ausdrucksweise des Wikipedia-Schreibers ist, nicht meine!

Der Fairness halber muss außerdem erwähnt werden, dass Bibellexikon.de die von uns zitierte Version der Preisgabeerzählung für die wahrscheinlich jüngste und die „geradlinigere“ Version, die  in 1. Mose 12 geschildert wird, für die ältere hält. Dort wird aber ausdrücklich betont, dass Abraham Sarah fälschlicherweise für seine Schwester ausgibt, und das gleiche gilt auch für die dritte Preisgabeerzählung, in der Isaak Rebekka ebenfalls fälschlicherweise als seine Schwester aufgibt.

Wie dem auch sei, wenn wir jetzt auf den biblischen Bericht über die geplante Opferung des Isaak zurückblicken, fällt weiter auf, dass eben dieser Isaak die Vorbereitungen zur geplanten Opferung klaglos über sich ergehen ließ. Hier haben wir wieder diesen blinden Gehorsam. Dies geht eindeutig aus dem Text in 1. Mose 22, 9-10 hervor, in dem es heißt:

 

„Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz ordentlich darauf, band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Und Abraham streckte seine Hand aus und fasste das Messer, seinen Sohn zu schlachten.“ (Schlachter-Übersetzung).

 

Isaak hatte sich bereits auf dem Wege zu diesem Ort darüber gewundert, dass Abraham kein Lamm dabei hatte, das er hätte schlachten können und seinen Vater danach befragt. Doch dieser gab eine ausweichende Antwort: „Mein Sohn, Gott wird sich ein Lämmlein zum Brandopfer ersehen!“

Der Sohn Isaaks war Jakob, der aufgrund des nachfolgend beschriebenen Ereignisses zum eigentlichen Stammvater des Volkes Israel wurde: Jakob begegnete einem Mann, der mit ihm kämpfte. Wie es zu diesem Kampf kam, wissen wir nicht, doch er dauerte bis zur Morgenröte. Der Mann verlor den Zweikampf gegen Jakob, der aber hatte sich den Muskel über der Hüftpfanne verrenkt, und zahlreiche Israelis essen heute noch der Tradition folgend nicht von diesem Muskel. Dieser Brauch geht auf das hier geschilderte Ereignis zurück.

Anschließend wollte Jakob von dem Fremden gesegnet werden. Der Mann bettelte Jakob an, ihn gehen zu lassen, da es bereits Morgen war. Unvermittelt sagte der Fremde sagte zu ihm: „Ab sofort sollst Du nicht mehr Jakob, sondern Israel“ – das bedeutet: Gotteskämpfer – heißen, denn Du hast gegen Gott und Menschen gekämpft und gesiegt“.

Nun wollte Jakob den Namen des Fremden wissen, der ihm diesen Namen gegeben hat. Doch der verriet Jakob seinen Namen nicht, sondern antwortete mit einer Gegenfrage: ‚Wieso willst Du meinen Namen wissen? ‘, und dann – segnete er ihn. (...)


[1] Die anderen beiden Versionen sind in 1. Mose 12,10-20 und 1.Mose 26, 1-11 zu finden.

[2] Der jüdische Tanach umfasst die Bücher des im Christentum so genannten „Alten Testaments“

[3] Erst später wurde dieser Seite zufolge diese Geschwisterehe vollständig gekippt, die herkömmliche Tolerierung also ins Gegenteil verkehrt, wenn man sich hier auch auf das 5. Buch Moses bezieht, das in der Zeit vor Regierung des Davids und der nachexilischen Zeit spielt, wenn es in Kap. 27,22 (nach Schlachter) heißt: „Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die die Tochter seines Vaters oder seiner Mutter ist!“

[4] Lydien war im Altertum die Bezeichnung für ein Gebiet an der Mittelmeerküste Kleinasiens in der heutigen Türkei



Aus Kapitel 14:


14. Antisemitismus und Antizionismus

 

Es fällt auf, dass viele Anhänger antisemitischer Verschwörungstheorien sich heutzutage auf den Zionismus einschießen und versuchen, Volk und Land Israel auseinanderzudividieren. Die meisten dieser Leute berufen sich insbesondere auf den Juden (!) Benjamin Freedman (auch als Benjamin Friedman bekannt), der im Jahr 1961 im Washingtoner Willard Hotel eine antizionistische Rede hielt, die im Internet beispielsweise auch in deutscher Sprache als PDF-Datei unter dem Titel Die verbotene Wahrheit -Band 1 zu finden ist. (URL s. Literaturverzeichnis)

Wie wir im Wikipedia-Eintrag „Benjamin Freedman“ lesen können, verklagte Freedman bereits 1946 das American Jewish Committee wegen Verleumdung, der Fall wurde jedoch innerhalb kürzester Zeit abgewiesen. Später konvertierte Freedman zum Christentum, seine Zugehörigkeit zum jüdischem Volk konnte er jedoch nicht so einfach abstreifen. Freedman wird auch im Bericht des Komitees für unamerikanische Umtriebe erwähnt.

Das Phänomen des „Jüdischen Selbsthass“ ist wohlbekannt, auch wenn dessen Existenz in der Wikipedia (Stichwort „Jüdischer Selbsthass“; URL s. Literaturverzeichnis) etwas kritisch behandelt wird. Dort heißt es:

 

„Der Begriff jüdischer Selbsthass soll ein angebliches Verhalten einzelner jüdischer Persönlichkeiten beschreiben, die sich nach der „Selbsthass-Theorie“ in überkritischer oder psychisch autodestruktiver Art gegen das Judentum und die eigene Zugehörigkeit zum Judentum wenden.“

 

Relativierend schreibt die Wikipedia weiter:

 

„Einerseits wird von Verfechtern der Theorie üblicherweise geltend gemacht, der unterstellte ‚jüdische Selbsthass‘ sei ein Versuch, aus einer geschmähten und als minderwertig empfundenen Existenz auszubrechen; die eigene Identität werde – nicht zuletzt aufgrund von Anfeindungen – negiert oder negativ besetzt. ‚Jüdischer Selbsthass‘ sei insofern Folge des Antisemitismus. Andererseits werden zeitgeschichtliche Dokumente eines angeblichen jüdischen Selbsthasses häufig dazu genutzt, als Ursache bzw. Verstärker antisemitischer Auffassungen zu dienen. Schließlich werden von Juden selbst vorgebrachte Äußerungen ihres ‚jüdischen Selbsthasses‘ als sowohl antisemitisch bedingt wie antisemitisch wirkend gewertet.“

 

Die Wikipedia stellt weiter fest, dass die Wendungen „Jüdischer Selbsthass“ und „Jüdischer Antisemitismus“ innerhalb der deutsch-jüdischen Publizistik um die Wende des 20. Jahrhunderts geprägt wurde, wobei Thomas Lessings 1930 herausgegebenes Buch „Der jüdische Selbsthass“ am Einflussreichsten gewesen sei. Klarer äußert sich Broder auf Hagali.com in einem Interview mit „Tacheles“, wenn er den jüdischen Antisemitismus folgendermaßen definiert:

 

„Es gibt keine Formel, mit der man jüdischen Antisemitismus erklären könnte. Der Begriff ist uralt und meines Wissens von Theodor Lessing geprägt worden, und vermutlich ist das Phänomen noch älter als der Begriff selbst. Am Anfang war es, wie bei Theodor Lessing selbst, eine Form von Emanzipationsbewegung aufgeklärter, liberaler, gebildeter Juden und richtete sich gegen diese seltsamen, schwarz gekleideten jüdischen Untermenschen in Europa. Das gab es öfter bei Literaten; auch Karl Kraus verfasste eine solche Schrift. Dann kam Auschwitz, und nach Auschwitz waren solche Juden nicht mehr harmlos.“

 

Weiter sagt er im Rahmen dieses Interviews:

 

„Früher gab es zwei Möglichkeiten, sich zu emanzipieren: Man wurde jüdischer Antisemit, um sich bei der Mehrheit einzuschleimen, oder Zionist, um sich von der Mehrheit abzusetzen. Heute haben Sie diese Optionen nicht mehr, denn Sie werden als Jude von der Mehrheit nicht benötigt, um sich vom Judentum zu distanzieren. Ganz im Gegenteil. Als Jude werden Sie als exotisches Wesen auf Händen getragen, solange sie Klezmer-Musik spielen, gefillte Fisch essen und sich ansonsten unauffällig benehmen. Sie sind erst dann nicht mehr willkommen, wenn Sie sich als Zionist zu erkennen geben. Das heißt für Juden, dass sie sich vom Judentum gar nicht mehr zu distanzieren brauchen, weil damit in der post-modernen und nachreligiösen Gesellschaft kein Problem da ist. Bleibt das Problem der zionistischen Emanzipation.  Früher konnte man sich vom Judentum distanzieren, indem man Zionist wurde, heute kann man sich vom Judentum distanzieren, indem man Antizionist wird. Der Mechanismus ist derselbe, die Richtung ist eine andere.“

Weiter sagt Broder ganz klar:

 

„Ein antizionistischer Jude ist tendenziell ein Antisemit. Der Antizionismus ist für Nichtjuden wie für Juden nur eine Ausrede, ihren Antisemitismus sozusagen in einer politisch aseptischen Form präsentieren zu können. Kein Mensch geht hin und sagt: Ich bin Antisemit. Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“

 

Und:

 

„Dass in einer aufgeklärten Diskussion alle Positionen vertreten werden können, ist selbstverständlich. Kritik an Israel ist vollkommen selbstverständlich. Aber der jüdische Antisemit, als jüdischer Antizionist verkleidet, bestreitet erst mal das Recht der Juden, überhaupt dort zu sein. Zweitens macht er die Juden für alles verantwortlich, was dort passiert, er idealisiert die Araber und dämonisiert die Juden, und er schleicht sich damit in das Gemüt der Antisemiten ein. Obwohl er sozusagen beim nächsten Transport einen Platz am Fenster auf sicher haben würde.“

 

Nebenbei möchte ich noch eine kleine Passage zitieren, wenn sie auch zumindest in diesem Zusammenhang nicht so wichtig ist:

 

„Es gibt auch nicht jüdische Selbsthasser, es gibt genug Deutsche, die Deutschenhasser sind. Das Problem des Selbsthasses ist nicht neu, und es ist nicht auf die Juden beschränkt.“

 

Wenn wir aber bei dem Begriff „jüdischen Selbsthassern“ blieben, so könnte diese Bezeichnung durchaus z. B. auf den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky zutreffen, der 1931 aus der israelitischen Kultusgemeinde austrat, was natürlich sein gutes Recht ist und ihn nicht zum Antisemiten macht. Problematischer ist der Inhalt der Wikipedia-Seite über Kreisky (Stichwort: Bruno Kreisky; URL im Literaturverzeichnis), wo es u. a über ihn. heißt:

 

„Er pflegte gute Beziehungen zu arabischen Politikern wie dem ägyptischen Präsidenten Sadat und dem libyschen Machthaber Gaddafi, den er in Wien begrüßte. Der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO ermöglichte er die offizielle Einrichtung eines Büros in Wien (‚PLO-Botschaft‘). Gleichzeitig fungierte Österreich aber als Transitland für sowjetische Juden, die nach Israel auswandern wollten und setzte diese Unterstützung der am 28. September 1973 erfolgten Geiselnahme in Marchegg zum Trotz, wenn auch weniger öffentlich, fort.

In Israel wurde aber heftig kritisiert, dass Kreisky während der Geiselnahme im ORF die Schließung des jüdischen Transitlagers in Bad Schönau in Niederösterreich zugesagt hatte. Ministerpräsidentin Golda Meir gelang es bei ihrem Besuch bei Kreisky am 2. Oktober 1973 nicht, den Kanzler diesbezüglich umzustimmen. In ihrer Verbitterung darüber behauptete sie nach dem Besuch, man habe ihr im Bundeskanzleramt in Wien nicht einmal ein Glas Wasser angeboten.“

 

Ob Golda Meir diese Behauptung wirklich aus „ihrer Verbitterung heraus“ aufgestellt hatte oder ob sie tatsächlich kein Wasser angeboten bekommen hat, lassen wir einmal dahingestellt, wenn wir im genannten Wikipedia-Eintrag aber weiterlesen, sehen wir, dass auch die Autoren dieser Wikipedia-Seite sich fragen, ob Kreisky nicht ein Vertreter des jüdischen Selbsthasses sei, wenn sie schreiben:

 

„Später erwarb sich, [Anton] Pelinka [ein österreichischer Jurist und Politikwissenschaftler; Anm. RMH) zufolge, Kreisky durch seine Aussagen zu Menachem Begin speziell und zu Israel generell dort den Ruf, dem Typus „des sich selbst hassenden Juden“ zu entsprechen; oder, schlimmer noch, ein „jüdischer Antisemit“ zu sein. Jedenfalls hätten Kreiskys Positionen zum Nahostkonflikt ihn zum Feindbild für viele Israelis gemacht.

Die OPEC-Geiselnahme von 1975 in Wien beirrte Kreisky in seiner Nahostpolitik ebenfalls nicht:[…]“

 

Eine weitere „Kandidatin“ für diese „Kategorie“ ist zweifellos Evelyn Hecht-Galinski, gegen die sogar Antisemitismusvorwürfe erhoben wurden, die zu einem Rechtsstreit mit Broder führten, den sie verlor. Neben vielem anderen heißt es in der Wikipedia (Stichwort „Evelyn Hecht-Galinski“ (URL im Literaturverzeichnis) über sie:

 

„Hecht-Galinski verfasst regelmäßig Gastkommentare bei NRhZ-Online – Neue Rheinische Zeitung und übt darin harsche Israelkritik. Im Juli 2012 bezeichnete sie unter der Überschrift ‚Wenn der Davidstern in die Unterhose rutscht‘ die gegenwärtige Regierung unter Netanjahu als ‚faschistisch-rassistische Regierung‘ eines ‚zionistischen Apartheid-Regimes Israel‘.[…] Im August 2014 veröffentlichte Hecht-Galinski einen Artikel, in dem sie Benjamin Netanjahu als ‚genauso schlimm wie die IS Kommandeure, die morden und zerstören‘, bezeichnete.[…] Im Jahr 2007 hatte Hecht-Galinski Vergleiche zwischen den israelisch besetzten Gebieten und dem Warschauer Ghetto, angestellt von den deutschen Bischöfen Gregor Maria Hanke und Walter Mixa,[…] ‚sehr moderat‘ genannt: Ghetto sei heute ein gebräuchlicher Begriff. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf das Lebensmotto ihres Vaters: ‚Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen‘.[…] Kritiker warfen Hecht-Galinski wiederholt ‚jüdischen Selbsthass‘ vor.[…] Monika Schwarz-Friesel führte 2010 Hecht-Galinskis Argumentation und ihre Gleichsetzungen der israelischen Politik mit dem NS-Regime als Beispiel für die häufigste Form des aktuellen Antisemitismus an.[…]“

 

Wenn wir jetzt in die Rede bzw. den Artikel von Freedman hineinsehen, werden wir feststellen, dass auch er ein guter „Kandidat“ für die „Kategorie“ „Jüdischer Selbsthass“ ist. Seine Rede begann er jedenfalls mit den Worten:

 

„Hier in den USA haben die Zionisten und ihre religiös Verbündeten die komplette Kontrolle über unsere Regierung. Es wäre zu komplex jetzt näher darauf einzugehen, aber die Zionisten und ihre religiös Verbündeten regieren die USA, als wären sie die absoluten Monarchen dieses Landes. Wahrscheinlich denken Sie, dass das eine sehr leichte und einfache Erkenntnis ist, aber lassen Sie mich erzählen und zeigen was passierte während wir alle ‚schliefen‘.“

 

Zunächst fällt am Anfang des Artikels auf, dass er versucht, Deutschland gegen die Zionisten auszuspielen, doch darauf wollen wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Er schreibt weiter, dass die Zionisten – und damit meint er insbesondere die Zionisten Osteuropas – zu den Engländer während des 1. Weltkriegs gesagt hätten:

 

„Wir führen die USA in den Krieg als euren Verbündeten, nachdem Ihr den Krieg gewonnen habt und Deutschland, Österreich/Ungarn und die Türkei besiegt sind, wollen wir im Gegenzug Palästina, das ist Euer Preis.“

 

Wie es wirklich war, haben wir ja bereits weiter oben geschildert, und aus dieser Sicht sind auch seinen folgend geschilderten Passagen absolut abwegig:

 

„Nun, England hatte das gleiche Recht, irgendjemandem Palästina zu versprechen wie wir, wenn wir den Iren Japan versprechen würden, aus welchen Gründen auch immer. Es war absolut absurd, dass Großbritannien, das keine Interessen und auch keine Verbindungen zu Palästina hatte, es als Zahlungsmittel für den Kriegseintritt der USA verwenden würde. Wie auch immer, sie gaben dieses Versprechen im Oktober 1916.“

 

Interessant ist auch, dass Freedman „vergisst“, das Faisal-Weizmann-Abkommen zu erwähnen, dass am 3. Januar 1919 abgeschlossen wurde, aber aus genannten Gründen nie in Kraft getreten ist. Wie wir bereits gehört haben, geht aus diesem Abkommen deutlich hervor, dass der Araber und Muslim (!) Faisal die Auffassung des damaligen osmanischen Reiches teilte, nachdem die Gebiete nördlich Palästinas ein „größeres Syrien“ darstellten, während Palästina als „Südsyrien“ bezeichnet wurde. Und gerade dieses „Südsyrien“, das gesamte Palästina (!) war Faisal bereit, Juden/Zionisten zurückzugeben, da er zu Recht erkannte, dass es im gesamten „Syrien“ genug Platz für beide Völker gab! Abenteuerlich auch die nächste Passage in Freedmans Rede:

 

„Diese jüdischen Bankiers, wie Kuhn-Loeb und andere Großbanken, weigerten sich England und Frankreich auch nur mit einem Dollar zu unterstützen. Sie sagten: ‚Solange England und Frankreich Verbündete Russlands sind, gibt es nicht einen Cent!‘ Aber sie pumpten Geld nach Deutschland, sie kämpften mit Deutschland an einer Seite gegen den Zar, um das zaristische Regime zu brechen.“

 

Hier kommt also das Gerücht her, dass jüdische Bankiers zusammen mit den Bolschewisten eine Weltverschwörung finanzierten, die eine der Grundlagen für Hitlers Judenhass und später der Schoah waren, deren Authentizität Freedman im Übrigen bezweifelt! Später konkretisierte er dieses nie totzukriegende Märchen von der jüdisch-bolschewistischen Verschwörung mit der Behauptung, dass 98 % der Kommunisten in Europa Juden gewesen seien. Von Seiten Freemans erging ein weiterer Vorwurf:

 

„Die Zionisten in London telegrafierten in die USA, zu Richter Brandeis mit der Aufforderung: ‚Bearbeiten Sie Präsident Wilson, wir bekommen von England was wir wollen. Bringen Sie Präsident Wilson dazu, in den Krieg einzutreten.‘!“

 

Louis Brandeis war 1916 tatsächlich Richter am Obersten amerikanischen Gerichtshof. Er hatte unter antisemitischen Anfeindungen zu leiden und war Zionist. Politisch gehörte er  dem progressiven Flügel der Demokratischen Partei an, wie wir in der Wikipedia (Stichwort: Louis Brandeis; URL s. Literaturverzeichnis) nachlesen können. Hinweise aus anderen Quellen, nach denen Londoner Zionisten Brandeis einen Brief mit diesem Inhalt geschrieben hätten, konnte ich ebenfalls nicht finden. Hier haben wir also nur „Freemans Wort“ als „Beleg“, und was das wert ist, werden wir noch sehen. Und selbst wenn – was ich aber für sehr unwahrscheinlich halte – tatsächlich irgendwelche „Londoner Zionisten“ Briefe mit derartigem Inhalt an Brandeis geschickt hätten, wäre immer noch nicht gesagt, dass Brandeis dieser Bitte nachkam.

Nachdem jedenfalls die USA auf Drängen der Zionisten in den Krieg eingetreten seien, hätten die Juden auf ein Schriftstück bestanden, aus dem hervorginge, dass – nachdem die Zionisten ihren Teil der Abmachung erfüllt hätten –, die Briten nun ihren Teil der Abmachung zu erfüllen bereit wären. Daraufhin wurde nach Freedmans Behauptungen die Balfour-Deklaration ausgestellt. Dieser schreibt:

 

„Die ‚Balfour Declaration‘ war nichts anderes als das Versprechen Englands für dieses abgemachte ‚Geschäft‘. Diese große ‚Balfour Declaration‘ ist genauso wertvoll wie eine 3 Dollar Note. Ich denke, ich kann mich nicht anders ausdrücken.“

 

Dies widerspricht einmal mehr, allem was wir bisher gehört haben. In der Folge seien die USA auf Befehl der Zionisten in den Krieg eingetreten, und Freedmann zufolge waren es wieder die „Juden Osteuropas“, die auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 eine jüdische Delegation repräsentierten – 117 an der Zahl. Freedman schreibt weiter:

 

„Eine jüdische Delegation, die die Juden Osteuropas repräsentierte, angeführt von Bernard Baruch. Ich war auch da, ich sollte das wissen. Was passierte dann? Die Juden in dieser Konferenz, als man gerade dabei war, Deutschland zu zerstückeln, um es an die Europäer zu verteilen, sagten: ‚Wie  wäre es mit Palästina für uns?‘ Und sie brachten in Gegenwart der Deutschen die ‚Balfour Declaration‘ zur Sprache. Die Deutschen erkannten, was vor sich ging. ‚Aha, das war das Spiel, deswegen traten die USA in den Krieg ein.‘ Die Deutschen erkannten zum ersten Mal, dass sie nur deswegen besiegt worden waren, weil die Zionisten Palästina besitzen wollten. Die Deutschen mussten diese Schmach und irrsinnigen Reparationszahlungen nur aus diesem einen Grund erdulden.“

 

Hier versucht der Antisemit Freedman einmal mehr die Deutschen gegen die Juden auszuspielen, indem er die Zerstückelung Deutschlands mit dem Wunsch „osteuropäischer Juden“ nach einer jüdischen Heimstätte in Palästina in Verbindung bringt und darüber hinaus auch diese „osteuropäischen Juden“ für die hohen deutschen Reparationszahlungen verantwortlich macht!

Was Baruch betrifft, so war dieser tatsächlich bei der genannten Friedenskonferenz anwesend – allerdings in seiner Funktion als Berater des amerikanischen Präsidenten Wilson. (vgl. Wikipedia, Stichwort Bernard Baruch, URL im Literaturverzeichnis) Auf die Anwesenheit irgendeiner „jüdischen Delegation“ konnte ich nicht den geringsten Hinweis finden! Hier steht wieder einmal nur Freedmans Wort: „Ich war auch da, ich sollte das wissen.“. Im Übrigen war Baruch ein sephardischer[1] Jude, kein osteuropäischer bzw. Aschkenasi[2], und er nahm es mit seiner religiösen Haltung als Jude nicht allzu genau, was sich z. B. darin zeigte, dass er eine Frau christlichen Glaubens heiratete, ein Mitglied der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika.  Das heißt jedoch nicht, dass er kein Zionist war. Wie andere zionistische gesinnten Juden kaufte auch er Grundstücke in Palästina, woran ich allerdings nichts Unrechtmäßigens sehen kann. Baruch hatte übrigens die gleiche Maxime wie Donald Trump: „America first!“, was aus dem gleichen Artikel hervorgeht. Auch an dem Fakt, dass er mit Churchill befreundet war, kann ich nichts Verwerfliches erkennen.

Freedmans weitere Argumentation baut auf dem bisher von ihm verlauteten Unsinn auf , wobei er durchaus Wahrheiten einstreut – das beste Kennzeichen einer Lügengeschichte! Dass es eine ist, und dass es ihm nicht nur um den Zionismus, sondern gegen die Juden an sich ging, zeigt schon die nachfolgend zitierte Passage:

 

„Nach dem Krieg floh Kaiser Wilhelm nach Holland, weil er dachte, dass ihm das gleiche Schicksal widerfahren würde wie  dem Zaren Russlands. Nach der kommunistischen Bedrohung in Deutschland arbeiteten die Juden wieder daran, ihre alten   Stellungen zurückzubekommen. Die Deutschen aber bekämpften  das, so gut es ging. Sie bekämpften die Juden, wie die Prohibitionisten in unserem Land den Alkohol und deren  Anhänger bekämpft haben. Sie wurden nicht mit Pistolen bekämpft.“

 

Jetzt hat Freedman also endlich sein Ziel erreicht: Die Deutschen kämpfen (in seiner Märchengeschichte) gegen die Juden, und die Schuld daran hatten – natürlich – die Juden. Er macht sich nicht einmal mehr die Mühe „Zionisten“ oder „osteuropäische Juden“ zu schreiben, sondern jetzt genügte der Begriff „Jude“. Antisemitismus pur! Wie Hitler beschuldigt er die Juden, die ganze Presse zu kontrollieren, sowie den Großteil der Wirtschaft, „weil sie, als die Deutsche Mark abgewertet wurde, mit ihrem wertvollen Dollar praktisch alles aufkauften.“ „Die Juden“ vertuschten das natürlich, „weil sie nicht wollten, dass die Welt versteht und begreift, dass sie Deutschland verraten und verkauft haben, und die Deutschen nahmen ihnen das sehr übel.“ Bezeichnend auch die folgende Stelle:

 

„Die Deutschen bekämpften sie mit geeigneten Aktionen. Sie diskriminierten sie, wo auch immer sie konnten. Sie mieden sie auf die gleiche Art und Weise wie wir die Neger, die Chinesen oder die Katholiken meiden würden, wenn sie verantwortlich für unsere Niederlage gewesen wären und sie uns an den Feind verkauft hätten.“

 

Freedman sagt weiter:

 

„Nach  einer  Weile  trafen  sich  die  Juden  zu  einer  Weltkonferenz  in  Amsterdam. Juden aus jedem Land nahmen an diesem Treffen 1933 teil. Und sie sagten zu Deutschland:  ‚Ihr  feuert  Hitler  und  gebt  uns  unsere  alten  Positionen  zurück, egal  ob  einer  Kommunist  oder  was  auch  immer  ist.  Ihr  könnt  uns  so  nicht behandeln.  Wir die Juden der Welt stellen euch ein Ultimatum." Sie können sich vorstellen was die Deutschen den Juden erzählt haben. Was geschah dann?  1933, als Deutschland sich dem Weltkongress verweigerte, wurde die Konferenz abgebrochen.   Mister   Samuel   Untermyer,   der   Kopf   der   amerikanischen Delegation und Präsident der gesamten Konferenz, kam zurück in die USA. Er ging vom Dampfschiff direkt zu den Studios der Columbia Broadcasting System - CBS, und gab eine Stellungnahme über die Radiostationen der gesamten USA ab, in welcher er sagte:

„Ihr feuert Hitler und gebt uns unsere alten Positionen zurück, egal, ob einer Kommunist oder was auch immer ist. Ihr könnt uns so nicht behandeln. Wir, die Juden der Welt, stellen euch ein Ultimatum.“

 

Hier haben wir es wieder: Das Gespenst „Weltjudentum“. Freedman setzt seiner Rede mit den folgenden Worten fort:

 

„Sie können sich vorstellen was die Deutschen den Juden erzählt haben. Was geschah dann?

1933, als Deutschland sich dem Weltkongress verweigerte, wurde die Konferenz abgebrochen. Mister Samuel Untermyer, der Kopf der amerikanischen Delegation und Präsident der gesamten Konferenz, kam zurück in die USA. Er ging vom Dampfschiff direkt zu den Studios der Columbia Broadcasting System - CBS, und gab eine Stellungnahme über die Radiostationen der gesamten USA ab, in welcher er sagte: 

‚Wir sind nun in einem heiligen Konflikt mit Deutschland, und wir werden sie bis zur Aufgabe hungern lassen. Wir werden Deutschland weltweit boykottieren.‘“

 

Dieser aus dem Zusammenhang gerissenen Aussage stellen wir einmal mehr einem Wikipedia-Beitrag (Stichwort: Samuel Untermyer) gegenüber, in dem es nach der Zwischenüberschrift: „Kampf gegen den Antisemitismus“ heißt:

 

„Untermeyer [Eine Variation des Namens, Anm. RMH] bekämpfte aktiv den Antisemitismus. 1923 vertrat er für den Journalisten Herman Bernstein eine Verleumdungsklage gegen Henry Ford und dessen Publikationen der Protokolle der Weisen von Zion und Der internationale Jude - Ein Weltproblem. In einem Vergleich schloss dieser seine Zeitung Dearborn (Mich.) Independent, stimmte zu, alle Kopien des Buches Der internationale Jude zu vernichten und entschuldigte sich in der Öffentlichkeit.

Als einer der ersten erklärten Gegner der deutschen NS-Regierung gründete er 1933 die American League for the Defense of Jewish Rights, die er später wegen Kritik, dass diese exklusiv jüdisch sei, in Non-Sectarian Anti-Nazi League to Champion Human Rights umbenannte und deren Präsident er war. Im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen Adolf Hitlers und besonders auf die Verfolgung deutscher Juden initiierte Untermyer einen US-Boykott deutscher Importe und erklärte auf einem jüdischen Weltkongress in Amsterdam 1933 Deutschland einen „Heiligen Krieg“. Diesen Aufruf wiederholte er nach seiner Rückkehr nach New York in einer Rede, die von WABC per Radio ausgestrahlt und am 7. August 1933 in der New York Times als Mitschrift veröffentlicht wurde.“

 

Freedman lügt also, wenn er sagt, das ominöse „Weltjudentum“ habe Deutschland den Heiligen Krieg erklärt, denn es war nur die von Untermyer gegründete American League for the Defense of Jewish Rights, die Deutschland diesen Krieg erklärte. Weiter verschweigt er, dass diese Kriegserklärung eine Folge der Menschenrechtsverletzungen und insbesondere Verfolgung deutscher Juden durch Hitler war.

 

Freedman schreibt weiter:

 

„Tatsache ist, dass zwei Drittel der Lebensmittel der Deutschen importiert werden müssen, und es kann nur importiert werden, wenn auch gleichzeitig exportiert wird. So, wenn Deutschland nicht exportieren kann, müssen zwei Drittel der deutschen Bevölkerung hungern. Es gab nur genug Lebensmittel für ein Drittel. In dieser Deklaration, die ich hier habe, und welche auch in der New York Times am 7. August 1933 abgedruckt war, gab Mister Samuel Untermyer bekannt, dass dies ‚unsere Art der Selbstverteidigung ist.‘ Präsident Roosevelt hat diese      Handhabung in der National Recovery Administration bekanntgegeben, dass jeder der sich dem New Deal nicht beugt, auf diese Art und Weise boykottiert wird.“

 

Im wirklichen Kontext, den wir oben aufgezeigt haben, kann diese Kriegserklärung durchaus als ein Akt der Selbstverteidigung angesehen werden.

 

Einige Zeilen weiter schreibt Freedman:

 

„Letztendlich erklärten die Juden Deutschland den Krieg, und dieser war so effektiv, dass sie in keinem Laden mehr einen Artikel mit dem Aufdruck – Made in Germany – finden konnten.“

 

Der Text aus der genannten Ausgabe der New York Times ist im Titel zwar unterstrichen, wird aber nicht verlinkt. Freedman erwähnt nur, dass er die Deklaration „hier habe“.

Entlarvend ist auch die folgenden Passage:

 

„Natürlich sagten sich die Deutschen: ‚Wer sind diese Menschen, die unser Land boykottieren, unser Volk arbeitslos werden lassen und unsere Industrie zum Stillstand führen? Wer sind diese Menschen, dass sie so etwas machen?

Die Deutschen nahmen ihnen das sehr übel.

 Plötzlich wurden in Deutschland jüdische Geschäfte mit Aufschriften und Zeichen bemalt. Warum auch sollte ein Deutscher sein Geld in ein Geschäft bringen, dessen Besitzer Deutschland mitboykottiert, der dafür sorgt, dass das deutsche Volk hungern musste und dadurch zur Aufgabe gezwungen werden und sich dem Weltjudentum ergeben sollte!? Ein Boykott von Menschen, die den Deutschen ihren Premier oder Kanzler aufzwingen wollten, es war lächerlich.“

 

Freedman sagt weiter wahrheitswidrig, dass bis dahin „den Juden“ in Deutschland noch kein Haar gekrümmt worden sei und deutet, wie oben gesehen an, dass es nicht die NSDAP, nicht Hitler, nicht die SA, sondern „die Deutschen“ waren, die jüdische Geschäfte mit Aufschriften und Zeichen bemalten. In der nächsten Passage geht er noch weiter, wenn er sagt:

 

„Der Boykott ging noch weiter, aber im Jahre 1938, als ein junger polnischer Jude in die deutsche Botschaft in Paris eindrang und einen Mitarbeiter erschoss, wurde es rauer für die Juden in Deutschland. Sie brachen Fenster ein und hatten Straßenkämpfe.“

 

Ganz offensichtlich spielt Freedman hier auf die Novemberpogrome von der Nacht des 9. auf den 10. November 1938 an, die landläufig oft verherrlichend als „Reichskristallnacht“ bezeichnet werden. Was wir darüber wissen, ist, dass die Ereignisse 1. weit schlimmer waren als das, was Freedman oben andeutet, und dass es 2. nicht die Juden waren, die „Fenster einschlugen“. Weiter „vergisst“ er zu erwähnen, dass dieser „junge polnische Jude“, mit Namen Herschel Grynszpan, ein Motiv für seine Tat hatte, das den von ihm begangenen Mord natürlich nicht rechtfertigt, ihn aber ein Stück weit verständlich macht: Seine Eltern waren im Rahmen der sogenannten Polenaktion[3] nach Bentschen im Wartheland, das damals innerhalb Deutschlands an der Grenze zu Polen lag, zwangsdeportiert worden. Bentschen liegt im Wartheland bzw. Posen, fiel aber nach den 1. Weltkrieg an Polen und gelangte im  Zuge von Hitlers Einmarsch in Polen zurück in deutschen Besitz. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet einschließlich der Stadt Bentschen wieder an Polen zurückgegeben, das die Stadt in „Zbąszyń“ umbenannte. Weiter vergisst Freedman zu erwähnen, dass Ernst Eduard von Rath, der Mann, den Grynszpan erschossen hatte, sowohl der NSDAP als auch der SA angehörte. Heute gilt als Konsens, dass dieses Attentat einen Vorwand  für die Novemberpogrome war.

 

Und Freedman spricht weiter:

 

„Nun, ich benütze das Wort Antisemitismus ungern, weil es bedeutungslos ist, aber ich benütze es, weil sie es nicht anders kennen. Der einzige Grund, warum die Deutschen antijüdische Gefühle hatten, war der, dass sie wussten, dass die Juden für die Niederlage im 1. Weltkrieg und den Boykott verantwortlich waren. Dahingehend waren die Juden auch für den 2. Weltkrieg verantwortlich, weil, als das Ganze aus der Hand glitt, es wichtig war, zu sehen wer den Kampf überleben und als Sieger herausgehen wird. Ich habe in Deutschland gelebt, und ich weiß, dass die Deutschen sich zwischen Kommunismus und Christentum zu entscheiden hatten.“

 

Freedman „weiß“ (!) also… und klar: Da Juden und Kommunisten mehr oder weniger das Gleiche sind, wie er weiter oben bezugnehmend auf einen alten Mythos, auf den sich auch Hitler stützte, geäußert hatte, war natürlich klar, dass sich „die Deutschen“ gegen „die Juden“ wehren mussten, und er führt das genauer aus, indem er sagt:

 

„Verteidigung gegen wen? Verteidigung gegen 40.000 kleine   Juden in Moskau, die Russland übernommen haben, und in ihrer unaufrichtigen Art auch die Kontrolle über andere Staaten der Welt.“,

 

um gleich darauf zu folgern, dass es bald einen Dritten Weltkrieg geben würde, an dem – wer wohl? – als Sieger hervorgehen wird. Seine Phantastereien führen ihn zu der zweifelhaften Erkenntnis:

 

„Die Juden dieser Welt, die Zionisten und ihre religiös Verbündeten sind fest entschlossen, die USA weiterhin als ihren Stützpunkt für ihren Plan zu benützen, das Land Palästina zur Hauptstadt ihrer Weltregierung zu machen.“

 

Zum Zweiten Mal fällt im gleichen Zusammenhang der Begriff „Religiös Verbündete“ auf. Sollte es hier womöglich in der Hauptsache um Religion gehen?

Jetzt wird es aber ganz interessant, wenn Freedman schreibt:

 

„Was wissen wir über die Juden? Ich nenne sie vor Ihnen Juden, weil man sie so kennt. Ich selbst nenne sie nicht Juden. Ich nenne sie nur die ‚sogenannten Juden‘, weil ich weiß wer sie sind. Die osteuropäischen Juden, von denen 92 % der jüdischen Weltbevölkerung abstammen, sind eigentlich gar keine Juden.“

 

Freedman war also gar kein Judenhasser, sondern nur „‚Sogenannte-Juden‘-Hasser?

Jedenfalls kam er nun auf das „Khazaren-Märchen“ zu sprechen, das heute noch unter den (zahlreichen!) an eine jüdisch-bolschewistische Verschwörung Glaubenden eine große Rolle spielt und ständig weiterverbreitet wird. Freedman behauptet:

 

„Sie sind eigentlich Khazaren. Die Khazaren waren ein kriegerischer Stamm, der tief im Herzen Asiens lebte. Sie waren so kriegerisch, dass die Asiaten selbst sie aus Asien vertrieben und nach Europa schickten. Die Khazaren gründeten ein großes Königreich von 800.000 Quadratmeilen. Zu dieser Zeit existierte Russland noch nicht, genauso wie viele andere europäische Länder. Das Khazarenkönigreich war das größte im gesamten Europa, so groß und so mächtig, das, wenn andere Monarchen es um Kriegshilfe gebeten hätte, es diesem leicht 40.000 Soldaten hätte leihen können. So groß und mächtig waren sie. Die Khazaren waren Phallus-Verehrer/Anbeter, was sehr unanständig ist und ich möchte auch nicht näher darauf eingehen. Das war ihre Religion, wie sie auch die Religion vieler anderer Barbaren und Heiden auf diesem Planeten war. Der Khazarenkönig war so angewidert von dieser degenerierten Lebensweise, dass er sich entschied einen Glauben zu ‚adoptieren‘, entweder das Christentum, den Islam oder das Judentum, was eigentlich Talmudismus ist. Er entschied sich für das Judentum, und das wurde zur Staatsreligion. Er gründete die Talmudschulen Pumbedita und Sura, aus der tausende von Rabbis hervorgingen. Er eröffnete Synagogen und Schulen, und seine Leute wurden, was wir heute Juden nennen. Keiner von ihnen hatte jemals einen Vorfahren der auch nur mit einem Zehen das Heilige Land betreten hat, nicht in der Geschichte des Alten Testamentes noch vom Anbeginn ihrer Zeit. Keiner von ihnen.“

 

Natürlich ist diese Legende längst widerlegt, wie ich bereits in meinem Buch Freimaurer im Weltraum anhand des guten Artikels des Theologen, Judaisten, Linguisten und Nahost-Korrespondenten für deutsche Medien mit Sitz in Jerusalem, Ulrich Sahm, Das Chasaren-Märchen, der, in der „Jüdischen Allgemeinen“ vom 12.08.2018 veröffentlicht wurde, beweisen kann. Dieser Artikel trägt den Untertitel „Der Historiker Shaul Stampfer widerlegt eine populäre Legende“. Aber selbst Keller wusste schon, dass die Geschichte nichts weiter als ein Märchen ist.

Dieses Märchen basiert auf der Aussage des jüdischen Diplomaten Chasdai ibn Schaprut, der im 10. Jahrhundert nach Christus von Gesandten aus Chorosan/Persien die Nachricht erhielt, demzufolge es ein fernes im Stromland gelegenes Reich gäbe, das von einem jüdischen König regiert wurde. Chasdai, sehr fasziniert von dieser Geschichte, erkundigte sich in Byzanz, wo er folgendes erfuhr:

 

„Von Konstantinopel nach jedem Lande dauert die Reise auf dem Meere fünfzehn Tage. Zu Lande aber wohnen viele Völkerschaften zwischen unseren beiden Reichen. Ein König namens Joseph regiert über das Volk der Chasaren ,aus deren Lande Schiffe mit Fellen und Waren anderer Art zu uns kommen. Sie sind ein machtvolles Volk, dessen Streitscharen und Heere zu gewissen Zeiten ausrücken.“ (Zit. n. Keller o. J,, S. 209) (...)



[1] „Als Sephardim (hebräisch סְפָרַדִּים Sfaradim; deutsch Sepharden) bezeichnen sich die Juden und ihre Nachfahren, die bis zu ihrer Vertreibung 1492 und 1513 auf der Iberischen Halbinsel lebten.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Sephardim)

[2] Als Aschkenasim (hebräisch אַשְׁכֲּנָזִים, Plural von Aschkenasi), aschkenasische Juden (יְהוּדֵי אַשְׁכֲּנָז), seltener auch Aschkenasen, bezeichnen sich mittel-, nord- und osteuropäische Juden und ihre Nachfahren. Sie bilden die größte ethno-religiöse Gruppe im heutigen Judentum. 1939 waren 94 % aller Juden aschkenasischer Abstammung, und auch im 21. Jahrhundert machen sie etwa 70 % aus. (https://de.wikipedia.org/wiki/Aschkenasim)

[3] Als Polenaktion bezeichnete man die Ende Oktober 1938 auf Anweisung Heinrich Himmlers und in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt kurzfristig durchgeführte Verhaftung von mindestens 17.000 im Deutschen Reich lebenden, aus Polen eingewanderten Juden und ihre Ausweisung und Verbringung an die polnische Grenze. Die Abschiebung erfolgte gewaltsam und kam für die Betroffenen völlig überraschend. (Zit. n. https://de.wikipedia.org/wiki/Polenaktion)


Bibliographische Daten:

epubli
467 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 9783750279902
Autor: Roland M. Horn
Erscheinungstermin: 08.02.2020
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Roland M. Horn
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Geschäftsbezogene Verarbeitung

Zusätzlich verarbeiten wir

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Bestellabwicklung im Onlineshop und Kundenkonto

Wir verarbeiten die Daten unserer Kunden im Rahmen der Bestellvorgänge in unserem Onlineshop, um ihnen die Auswahl und die Bestellung der gewählten Produkte und Leistungen, sowie deren Bezahlung und Zustellung, bzw. Ausführung zu ermöglichen.

Zu den verarbeiteten Daten gehören Bestandsdaten, Kommunikationsdaten, Vertragsdaten, Zahlungsdaten und zu den von der Verarbeitung betroffenen Personen gehören unsere Kunden, Interessenten und sonstige Geschäftspartner. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Erbringung von Vertragsleistungen im Rahmen des Betriebs eines Onlineshops, Abrechnung, Auslieferung und der Kundenservices. Hierbei setzen wir Session Cookies für die Speicherung des Warenkorb-Inhalts und permanente Cookies für die Speicherung des Login-Status ein.

Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 lit. b (Durchführung Bestellvorgänge) und c (Gesetzlich erforderliche Archivierung) DSGVO. Dabei sind die als erforderlich gekennzeichneten Angaben zur Begründung und Erfüllung des Vertrages erforderlich. Die Daten offenbaren wir gegenüber Dritten nur im Rahmen der Auslieferung, Zahlung oder im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse und Pflichten gegenüber Rechtsberatern und Behörden. Die Daten werden in Drittländern nur dann verarbeitet, wenn dies zur Vertragserfüllung erforderlich ist (z.B. auf Kundenwunsch bei Auslieferung oder Zahlung).

Nutzer können optional ein Nutzerkonto anlegen, indem sie insbesondere ihre Bestellungen einsehen können. Im Rahmen der Registrierung, werden die erforderlichen Pflichtangaben den Nutzern mitgeteilt. Die Nutzerkonten sind nicht öffentlich und können von Suchmaschinen nicht indexiert werden. Wenn Nutzer ihr Nutzerkonto gekündigt haben, werden deren Daten im Hinblick auf das Nutzerkonto gelöscht, vorbehaltlich deren Aufbewahrung ist aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen entspr. Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO notwendig. Angaben im Kundenkonto verbleiben bis zu dessen Löschung mit anschließender Archivierung im Fall einer rechtlichen Verpflichtung. Es obliegt den Nutzern, ihre Daten bei erfolgter Kündigung vor dem Vertragsende zu sichern.

Im Rahmen der Registrierung und erneuter Anmeldungen sowie Inanspruchnahme unserer Onlinedienste, speichern wir die IP-Adresse und den Zeitpunkt der jeweiligen Nutzerhandlung. Die Speicherung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, als auch der Nutzer an Schutz vor Missbrauch und sonstiger unbefugter Nutzung. Eine Weitergabe dieser Daten an Dritte erfolgt grundsätzlich nicht, außer sie ist zur Verfolgung unserer Ansprüche erforderlich oder es besteht hierzu eine gesetzliche Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.

Die Löschung erfolgt nach Ablauf gesetzlicher Gewährleistungs- und vergleichbarer Pflichten, die Erforderlichkeit der Aufbewahrung der Daten wird alle drei Jahre überprüft; im Fall der gesetzlichen Archivierungspflichten erfolgt die Löschung nach deren Ablauf (Ende handelsrechtlicher (6 Jahre) und steuerrechtlicher (10 Jahre) Aufbewahrungspflicht).

Administration, Finanzbuchhaltung, Büroorganisation, Kontaktverwaltung

Wir verarbeiten Daten im Rahmen von Verwaltungsaufgaben sowie Organisation unseres Betriebs, Finanzbuchhaltung und Befolgung der gesetzlichen Pflichten, wie z.B. der Archivierung. Hierbei verarbeiten wir dieselben Daten, die wir im Rahmen der Erbringung unserer vertraglichen Leistungen verarbeiten. Die Verarbeitungsgrundlagen sind Art. 6 Abs. 1 lit. c. DSGVO, Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO. Von der Verarbeitung sind Kunden, Interessenten, Geschäftspartner und Websitebesucher betroffen. Der Zweck und unser Interesse an der Verarbeitung liegt in der Administration, Finanzbuchhaltung, Büroorganisation, Archivierung von Daten, also Aufgaben die der Aufrechterhaltung unserer Geschäftstätigkeiten, Wahrnehmung unserer Aufgaben und Erbringung unserer Leistungen dienen. Die Löschung der Daten im Hinblick auf vertragliche Leistungen und die vertragliche Kommunikation entspricht den, bei diesen Verarbeitungstätigkeiten genannten Angaben.

Wir offenbaren oder übermitteln hierbei Daten an die Finanzverwaltung, Berater, wie z.B., Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer sowie weitere Gebührenstellen und Zahlungsdienstleister.

Ferner speichern wir auf Grundlage unserer betriebswirtschaftlichen Interessen Angaben zu Lieferanten, Veranstaltern und sonstigen Geschäftspartnern, z.B. zwecks späterer Kontaktaufnahme. Diese mehrheitlich unternehmensbezogenen Daten, speichern wir grundsätzlich dauerhaft.

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Host Europe - Hoster

Wir nutzen für unseren Webauftritt einen Rechner von Host Europe, der auch dort steht und physisch nur deren Mitarbeiter zugänglich ist.

Host Europe hat Admin Rechte und hält Backups des kompletten Servers gespeichert.

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.hosteurope.de/AGB/Datenschutzerklaerung/

Host Europe - Server Backups

Wir machen regelmässig Backups unseres Internet-Servers. Dafür nutzen wir einen Service unseres Hosters Host Europe.

Host Europe hat Admin Rechte auf unserem Server und hält Backups des kompletten Servers bei sich gespeichert.

Backups werden nach 4 Monaten gelöscht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.hosteurope.de/AGB/Datenschutzerklaerung/

Content-Delivery-Network von Cloudflare

Wir setzen ein so genanntes "Content Delivery Network" (CDN), angeboten von Cloudflare, Inc., 101 Townsend St, San Francisco, CA 94107, USA, ein. Cloudflare ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000GnZKAA0&status=Active).

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Die Nutzung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer sicheren und effizienten Bereitstellung, Analyse sowie Optimierung unseres Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO.

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